Halong-Bay

Sa. 21.04.2012 – So. 22.04.2012

Da ich ja am Vorabend erst recht spät ins Bett gekommen bin…hieß es heute umso früher aufzustehen, da ich nur ein paar Sachen und nicht den ganzen großen Rucksack mit in die Halong-Bucht nehmen wollte. Der Rest blieb im Hostel. Daher klingelte schon um 6.30 Uhr nach einer relativ mäßigen Nacht (auf Grund einer sich ankündigenden Erkältung) der Wecker, bzw. das Handy. Nachdem ich möglichst leise alles gepackt hatte ging’s zum Frühstück und dann zum Warten auf das Abholen. Mit dem Mini-Bus ging’s nach Halong-City. Vier Stunden über jede Menge Schlaglöcher, da ich ganz hinten saß wurde ich dementsprechend ordentlich durchgeschüttelt. Auf halber Strecke kamen wir durch einen Stadt in der sich vor kurzem ein Unfall mit einem Motorroller ereignet hatte…und der Fahrer war offensichtlich tot. Es guckten nur noch die Füße unter einer Decke hervor…war trotzdem kein schöner Anblick…ich will gar nicht darüber nachdenken wie oft das hier passiert und was das für die Angehörigen bedeutet….

Obligatorisch war natürlich der Stopp beim Souvenir-Laden….wo ich keinen gesehen hab, der da etwas gekauft hätte…

Um 12.30 Uhr waren wir dann endlich in Halong-City am Hafen. Allerdings nicht am Haupthafen, wie ich später erfahren habe, sondern an einem ganz kleinen. Daher musste wir noch mit einem kleinen Boot zu unseren „großen“ Boot übersetzten. Das dauerte alles ewig… Auf dem Boot endlich angekommen, gab’s den Welcome-Drink: Tee…. Nach dem beziehen der Zimmer sollte es dann in 15 Minuten Lunch geben. Aus 15 Minuten wurden 30 und während des ganzen Wartens und des Essens lagen wir noch schön im Hafen…. Dabei stand auf der Broschüre, die das Reisebüro ausliegen hatte, das man gleich losfahren würde….naja, gleich war dann 14 Uhr….da waren wir schon alle etwas genervt….schließlich waren wir da, um die Bucht zu sehen, und nicht um im Hafen zu ankern…

Dann ging es aber endlich los…aber leider auf direktem Weg zu einer Höhle, und nicht mit einem kleinen Schlenker, der einen an den typischen Inseln vorbeigeführt hätte. Die Höhle war ganz interessant, im Prinzip eine Tropfsteinhöhle, aber sehr groß und sehr hoch.

Danach ging es gleich weiter, zu den schwimmenden Fischerinseln. Das sind eher schwimmende Häuser, sie sehen echt aus wie Häuser, nur auf Pontons. Dort hab ich mich zusammen mit einem Dänen aus meiner Gruppe noch in eine etwas weiter abgelegene „Höhle“ rudern lassen. Dort wurde angeblich ein James-Bond-Film gedreht…war auf jeden Fall ganz interessant.

Im Anschluss schipperten wir gleich weiter zu unserem Anker-Platz für die Nacht, dort konnte auch gebadet werden. Das wurde von uns auch gleich mal für ein paar Sprünge vom Oberdeck des Schiffs genutzt (etwa 4 m)…die Strömung war allerdings relativ stark, man musste schwimmen, um an der gleichen Stelle zu bleiben. Was ich allerdings immer nicht verstehe ist, warum Leute, die nicht, oder nur schlecht, schwimmen können, trotzdem ins Wasser gehen… Zwei Frauen aus unsere Gruppe, ich glaub sie waren sogar Vietnamesinnen, konnten offensichtlich nicht oder nur schlecht schwimmen -die eine war fast am untergehen, bevor sie einen Rettungsring zum festhalten bekam- und trotzdem gehen sie ins Wasser….mir wär das zu gefährlich. Aber das hört man immer wieder, auch von Tourguides, oder Touranbietern von Touren die etwas mit Wasser zu tun haben, wie z.B. Rafting. Manche Leute denken einfach nicht darüber nach, dass man wohl besser Schwimmen können sollte, wenn man eine Wasseraktivität macht…unglaublich…

Auf dem Abendprogramm stand dann noch Karaoke, das erst nur zögerlich, später aber dann doch gerne angenommen wurden :-) . Auch auf allen anderen Booten…., es war nicht zu überhören :-)

Der zweite Tag begann schon früh, gegen 5.30 Uhr bin ich aufgestanden, um noch etwas von Sonnenaufgang mitzubekommen. Aber dafür war ich dann schon fast zu spät…für ein paar schöne Bilder hat’s aber noch gereicht. Nach einer weiteren Stunde Schlaf gab’s Frühstück, danach konnten wir dann endlich mal für eine Weile die Insellandschaft genießen bevor es zum Kayakfahren ging. Das war so mäßig…immerhin gab es auch Schwimmwesten.

Zurück ging es dann leider wieder auf ziemlich direktem Weg und nicht in der Nähe der Inseln, was die schönere Alternative gewesen wäre….und von anderen Booten auch gemacht wurde.

Zurück in Halong-Bucht wurde wir dann zügig von Bord komplimentiert, nur um anschließend an Land 40 Minuten auf den Bus zurück nach Hanoi zu warten….

Gegen 17 Uhr war ich dann wieder zurück in Hanoi, genug Zeit um meine Sachen zu sortieren, bevor es mit dem Übernachtbus nach Hoi An gehen sollte…aber das ist einen Story für sich…

 

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