Hanoi

Do. 19.04.2012 – Fr. 20.04.2012

In Hanoi angekommen hab ich mich mit ein paar anderen Travellern zusammengetan und ein Taxi in die Stadt geteilt. Dabei wurde gleich deutlich, dass hier fast jeder mit dem Motorroller fährt, dabei aber wenigstens einen Helm trägt, ganz im Gegensatz zu Laos, und das die Autofahrer alles Mögliche nutzen, um sich Platz zu verschaffen (Hupe und Lichthupe sind nahezu um Dauereinsatz…).

Der Taxifahrer hat dann auch gleich mal versucht uns bei irgendeinem Hotel abzuliefern, in das wir gar nicht wollten (und das obwohl der von der „oiffziellen Taxigesellschaft“ war)…haben wir aber konsequent abgelehnt…was zum Unmut des Fahrers führte…naja, irgendwann muss es sich ja mal auszahlen, dass man schon einen Weile unterwegs ist und die gängigen Touristen-Abzocke-Tricks kennt…. :-) Leider hatte das eine Hostel, in dem meine eine neue Bekanntschaft ein Bett reserviert hatte, nichts mehr frei, aber beim zweiten Hostel war ich erfolgreicher. Nach einer erfischenden Dusche bin ich mit einer aus meinem Zimmer noch losgezogen, auf der Suche nach etwas zu essen. Außerdem wurde im ganzen Hostel davor gewarnt alleine durch die Altstadt zu laufen, und schon gar nicht im Dunkeln. Das ist allerdings etwas schwierig, denn es wird schon um 18.30 Uhr dunkel…

Hanoi ist voller Motorräder, die alle kreuz und quer fahren, rote Ampeln sowie Querverkehr sind nur bedingt ein Grund zum Halten. Auf dem Fußweg gehen kann man allerdings auch nicht, da hier ständig Essensstände oder sonstige kleine Verkaufsstände stehen…das wiederum führt dazu, dass permanent angehupt wird, damit man aufpasst, während man von Motorrollern überholt wird….alles in allem also sehr laut und hektisch. Bei Nacht kommt dann noch blinkende Neonreklame dazu….echt ein Erlebnis. Interessanterweise hat mich das fast gar nicht gestört, ich hab’s einfach so hingenommen. Wäre ich in Hanoi zu Beginn meiner Reise gewesen, dann hätte ich es mit Sicherheit total anstrengend und unangenehm gefunden… Echt spannend, wie man sich doch verändern kann….

Der nächste Tag fing damit an, dass ich versucht hab eine gute Tour zur Halong-Bucht zu buchen. Sie sollte nicht allzu teuer sein, aber auch nicht zu günstig (wer weiß was man da bekommt…) und nicht zu viel mit Party sein, aber auch nicht nur „alte Leute“ …. Ich hab mich schließlich für einen Tour für 85$ entschieden… die Halong-Bucht wird ja trotzdem aussehen, wie sie aussieht, hab ich mir gesagt…egal wie die sonstigen Umstände der Tour sind. Auf dem Weg dorthin bin ich noch am Ufer des Huan-Kiem-Sees entlang geschlendert, der ist fast so wie der Maschsee, nur mit viel mehr Autoverkehr drumrum…

Danach hatte ich dann noch zwei Stunden Zeit, bis ich für meine Wasserpuppen-Aufführung beim Theater sein musste, und hab daher ein Motorroller-Taxi (ja, das ist so wie man sich das vorstellt: man fährt hinten auf einem Motorroller mit, zum Glück haben sie hier alle einen zweiten Helm) zur Ein-Säulen-Pagode genommen. Die ist echt witzig, aber ziemlich klein, daher ist man mit der Besichtigung schnell fertig. Das direkt daneben liegende Ho Chi Minh Mausoleum war leider geschlossen, wie jeden Montag und Freitag….blöd… Daher ging’s mit einem anderen Motorroller-Taxi weiter zum Literatur-Tempel, der ersten Universität von Hanoi. Nach einem schnellen Lunch ging’s dann wieder zurück zum Wasserpuppen-Theater. Mit das Beste an der Aufführung was die Live-Band. Die verwendeten Musikinstrumente waren echt interessant, total anders als bei uns.

Überhaupt merkt man deutlich, dass die Kultur in Vietnam einen anderen Ursprung hat als die in Thailand und Laos. Hier ist alles mehr oder weniger stark chinesisch geprägt. An den Tempeln sind auch immer chinesische Schriftzeichen. Die „normale“ Schrift besteht dafür aber aus „unseren“ normalen Buchstaben mit einigen ‚Anhängseln’, ähnlich wie Accents im Französischen. Allerdings scheint es mehr als drei zu geben.

Nach dem ganzen Hin und Her auf den Motorrollern hab ich danach erstmal ’ne Pause bei einem leckeren Eis eingelegt…

Am Abend hab ich bei einem Bier noch Steven aus England kennengelernt und wir haben ein wenige die Altstadt unsicher gemacht. Daher war ich auch erst gegen Mitternacht im Bett…und das wo ich noch meine Sachen für die Halong-Bucht-Tour packen musste…das hab ich dann kurzerhand auf den nächsten Morgen verlegt… :-)

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