Hoi An

Mo. 23.04.2012 – Fr. 27.04.2012

So kompliziert es war nach Hoi An zu kommen, so schön ist dafür die Stadt, bzw Städtchen. Nach dem ganzen Trubel in Hanoi ist Hoi An Erholung pur! Es ist war recht touristisch, aber trotzdem wunderschön, abends leuchten in allen Bäumen in der „Innenstadt“ Lampions und es gibt Tanzaufführungen. Außerdem ist ein Großteil der Stadt abends für Motorroller gesperrt, daher ist es ungewohnt ruhig und wirklich beschaulich!

Als ich diese Kulisse nach der anstrengenden Busreise sah, hab ich spontan beschlossen lieber in Hoi An den ein oder anderen Tag länger zu bleiben und dafür Da Lat wieder von meinem Reisplan zu streichen…

Am ersten Abend haben wir (Caro und ich) uns in ein Restaurant „verirrt“ in dem Mr. Phong arbeitet. Mr. Phong bietet tagsüber Touren in sein Heimatdorf an, dabei erzählt er den Leuten etwas über die Geschichte von Vietnam und zeigt ihnen anschließend das Dorf. Das hörte sich sehr gut an und auch alle Kommentare in seinen „Gästebüchern“ klangen sehr positiv, daher haben wir uns entschlossen gleich am nächsten Tag Mr. Phong in seinem Dorf zu besuchen.

Am nächsten Tag haben wir dann also einen Motorroller gemietet und los ging’s.

Mr. Phong war zwar manchmal etwas schlecht zu verstehen, der starke vietnamesiche Akzent in seinem Englisch machte es nicht gerade einfach, aber er malte viele Karten und schrieb auch viel auf, so dass man gut folgen konnte. Es ist echt spannend, sein Bruder (oder Cousin) hat für den Norden gekämpft, er dagegen für den Süden… Und viel der Vietnamesen pflegen eine Religion, die offiziell keine Religion mehr ist, sondern „nur“ Gebräuche, denn wer Kommunist sein will, kann nicht gläubig sein… und so kommen sie um das Dilämmer herum, können Kommunist sein und trotzdem für ihre verstorbenen Verwandten beten.

Außerdem hab ich noch gelernt, dass in Vietnam Tabak angebaut wird….echt lustig, der hängt dort überall zum trocknen und wird anschließend in dicke Schnecken gerollt, sieht aus wie Lakritzschlangen….

Den Nachmittag des Tages haben wir dann eigentlich nur beim Schneider verbracht, dafür ist Hoi An bekannt. Und auch wenn man das vorher nicht gewusst hätte, spätestens wenn man hier ist, kann man es nicht nicht mitbekommen. Jeder zweite Laden ist ein Schneider.

Aber glaubt man ja nicht, dass es einfacher ist Kleidung angefertigt zu bekommen, als sie von der Stange zu kaufen…so viele Entscheidungen müssen getroffen werden: was überhaupt, welcher Stoff, welches Futter, mit Taschen oder ohne, mit Gürtelschlaufen oder nicht, mit Knöpfen am Arm oder nicht….davon wird man so kaputt, dass man erstmal dringend ein Bier danach braucht… :-)

Die nächsten Tage gingen dann auch ganz schnell rum, wir waren entweder mit Anprobieren, noch mehr Klamotten bestellen oder am Strand entspannen beschäftigt…. :-)

Und so kam es dann, dass ich am Donnerstagabend echte Probleme hatte, meine knapp 3 kg neue Klamotten in meinem Rucksack zu verstauen… :-)

Da der Bus von Hoi An nach Hoh Chi Minh City wieder 23 Stunden gedauert hätte, hab ich mit den Luxus gegönnt stattdessen von Da Nang (die Stadt liegt etwas 40 Minuten von Hou An entfernt) in nur einer Stunde zu fliegen. Das hat außerdem en Vorteil, dass ich gleich mal gucken konnte, wie es um das Gewicht meines Gepäcks bestellt ist…denn auf dem Rückweg hab ich nur 23kg frei….aber alles war gut, der Rucksack wiegt „nur“ 22,2 kg – noch mal gut gegangen :-) .

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