Phnom Penh

So. 29.04.2012 – Di. 02.05.2012

Ursprünglich wollte ich nur einen Tag in Phnom Penh bleiben, da ich von sehr vielen Leuten gehört hatte, dass es dort nicht so viel zu sehen gibt. Da bei meiner Reiseplanung aber noch der eine oder andere Tag bis zum Heimflug frei war, hab ich mich entschlossen doch zwei ganze Tage hier zu verbringen und es dafür lieber etwas relaxter anzugehen.

Im Bus bzw. bei der Fahrt zum Hostel hatte ich Alan aus Schottland kennengelernt und mit ihm den Abend beim Essen bzw. bei nachfolgenden Cocktails verbracht :-) .

Am nächsten Tag standen dann die „klassischen“ Sehenswürdigkeiten auf dem Plan, der Königspalast und Wat Phnom, dieser Tempel ist der Namensgeber für die Stadt.

Vom Königspalast mit der dazugehörigen Silberpagode war ich allerdings etwas enttäuscht. Zum einen ist der Eintritt mit 6,25$ für hiesige Verhältnisse geradezu astronomisch hoch und zum anderen kann man vieles, was im Reiseführer noch so schön beschrieben wird gar nicht mehr angucken. So durfte man in der Krönungshalle nicht nur keine Fotos machen, man durfte einfach gar nicht mehr rein….und auch alle anderen Gebäude, in denen wohl früher mal Gegenstände des Palastes augestellt wurde, waren geschlossen.

Die Silberpagode heißt so, da der Boden aus Vollsilber-Fliesen besteht. Diese wiegen pro Stück angeblich 1 kg. Diese sind allerdings leider nur auf einem kleinen Stück zu sehen, der Rest ist mit Teppich abgedeckt – und natürlich darf man auch hier keine Fotos machen…

Der ganze Besuch war daher schon nach einer Stunde vorbei und ich etwas ernüchtert….

Der Wat Phnom war auch eher weniger den mehr spannend…naja, kann ja nicht jede Stadt supertoll sein….der Abend war dafür umso lustiger, ich hab Alan bei deiner Reiseplanung geholfen…hat auch was für sich wenn man schon viel rumgekommen ist :-)

Der nächste Tag stand, zum zweiten Mal nach Ho Chi Minh City, im Zeichen der Vergangenheitsbewältigung. Ich hab mir das Völkermordmuseum S-21 und die Killing Fields außerhalb von Phnom Penh angeschaut. Das war sehr eindringlich und echt krass. Ich weiß nicht wie diese bekloppten Ideen in die Köpfe der Roten Khmer gekommen sind, aber sie haben sie gnadenlos in die Tat umgesetzt und etwa ¼ der gesamten Bevölkerung von Kambodscha ermordet… auch vor Kindern und sogar Säuglingen haben sie nicht Halt gemacht… treu nach ihrem Motto „man muss das Übel an der Wurzel ausrotten“….auf den Killing Fields wurden etwas 20000 Menschen umgebracht und in Massengräbern verscharrt. Diese wurden zu einem Teil mittlerweile geöffnet, aber es kommen immer noch Überreste aus dem Boden, ich hab selber Zähne gesehen, die noch zur Hälfte im Boden steckten….Ich mag gar nicht mehr darüber schreiben, aber wer mehr wissen will, kann mich gerne fragen… und falls ihr mal nach Phnom Penh kommt, dann schaut es euch selber an!

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